Bereits als die Menschen mit dem Bau von Autos begannen, wurde ihnen klar, dass eine Dämfung notwendig war, um die Fahreigenschaften zu verbessern und zu verhindern, dass die Autos aufgrund der schlechten Straßen kaputt gingen. Zu Anfang der Automobilentwicklung wurden Reibungsstoßdämpfer verwendet. Der Reibungsstoßdämpfer ist zwar leicht einzustellen, führt jedoch zu einem schlechten Fahrgefühl und mangelhaften Lenkeigenschaften. Außerdem ist es bei einem Reibungsstoßdämpfer schwierig, asymmetrische Dämpfungskräfte festzulegen, und er ist anfällig für Verschmutzung durch Wasser und Öl. Zur Verbesserung dieser Situation erfand KONI den nachstellbaren Teleskopstoßdämpfer. Das war der erste Dämpfer, der die herausragenden Dämpfungseigenschaften des Teleskopdämpfers mit der Möglichkeit vereinte, die Dämpfereigenschaften extern einzustellen, ohne den Dämpfer dafür aus dem Fahrzeug auszubauen. Der KONI Dämpfer wurde 8211 genannt und in den Sechzigerjahren oft in Rennwagen verwendet. Der 8211 bestand aus Stahl, der später jedoch durch qualitativ hochwertiges Aluminium ersetzt wurden, um das Gewicht zu reduzieren. Dieser Stoßdämpfer mit der Bezeichnung 8212 wurde 1967 vorgestellt und bis in die 1990er Jahre hinein verwendet. In den 60ern und Anfang der 70er war Abtrieb in der Formel 1 noch unbekannt.

Die Federrante war daher noch relativ niedrig (ungefähr 30 N/mm), was zu einer günstigen Federweglänge führt. Die Dämpfer funktionierten durch verschiedene Verbindungssysteme, jedoch stets in einer fast senkrechten Position. Im Laufe der 70er Jahre erschienen Kotflügel an den Wagen der Formel 1, jedoch erst Ende der 70er Jahre kam die große Wende.
In den späten 70er Jahren wurden Autos mit Bodeneffekt eingeführt. Um dem enormen Abtrieb zu widerstehen und die Nickbewegung des Autos so gering wie möglich zu halten, wurde die Federkonstante auf 300 N/mm erhöht. Aufgrund der steiferen Federn war es ebenfalls notwendig, die Dämpfungskräfte zu erhöhen. Bei der Zweirohrkonstruktion der 8212er Serie war es leider nicht möglich, mit den zunehmenden Dämpfungskräften Schritt zu halten. Daher wurden 1983 die 3011er und 3012er Stoßdämpfer auf den Markt gebracht. Diese Einrohrdämpfer mit einem größeren Kolbenbereich ermöglichen höhere Dämpfungskräfte. Wenn der Einrohrdämpfer mit Gas unter Druck gesetzt wird, verhindert es gleichzeitig eine Belüftung des Öls sowie eine Kavitation. Weiterhin ist es möglich, den Dämpfer in jeder beliebigen Position anzubringen, was neue Verbindungsmechanismen ermöglicht. Die Dämpfungskräfte können nur im ausgebauten Zustand nachgestellt werden.
Ende der 80er Jahre wurden in den F1-Teams viele Untersuchungen zum elektronischen Fahrwerk durchgeführt. 1993 wurde das elektronische Fahrwerk jedoch verboten, und KONI stellte 1994 den neuen Dämpfer der 28er Serie vor. Dieser Dämpfer war speziell dafür konzipiert, bei geringer Kolbengeschwindigkeit zu arbeiten. Dadurch eignete er sich besser für die neusten Wagen der Formel 1. Eine weitere Verbesserung dieses Stoßdämpfers bestand in seiner Nachstellbarkeit. Ab jetzt war es möglich, Druck und Zug unabhängig einzustellen, ohne den Stoßdämpfer ausbauen zu müssen.
Die Entwicklung geht natürlich weiter, besonders in der Formel 1. Nach Einführung des 2812er gibt es daher jetzt spezielle Sätze, die besonders leicht sind und eine geringe Reibung aufweisen. Der neueste doppelt einstellbare Renndämpfer für die F1 wiegt zum Beispiel nur 450 g. Wenn man dies mit den 2300 g des 8211er vergleicht, dann zeigt das die Verbesserungen, die in diesen 40 Jahren erreicht wurden.